Vortrag und Enbu bei „Aikidō Switzerland“

Im Juli wurde ich von „Aikidō Switzerland“, einem der grossen Aikidō-Verbände der Schweiz, kontaktiert und angefragt, ob ich für ein Enbu zur Verfügung stehen würde.

Einmal im Jahr führt der Verband ein ganztägiges Trainingsseminar durch, wo sich Aikidōka aus den angeschlossenen Dōjō aus der ganzen Schweiz einfinden. Dabei wird auch immer ein kultureller Teil bestritten, der meist von externen Experten abgehalten wird und sich einem bestimmten Aspekt der japanischen Kultur widmet.

Die Verbandsverantwortlichen wollten ihren Mitgliedern dieses Jahr das Thema „Klassische japanische Schwertkampfkunst“ näher bringen. Zu diesem Zweck gelangten Sie an die japanische Botschaft in Bern ob diese möglicherweise jemanden mit gutem Gewissen empfehlen könnte, der dies in der Schweiz authentisch vertreten würde.
Woraufhin ich dann die Anfrage erhielt. 🙂

Am 15. September 2018 fand der Anlass statt und mit einem langjährigen Schüler des Keikojō Basel begab ich mich nach Marin-Egagnier am schönen Neuenburgersee.

Wir waren angenehm überrascht über die grosse Anzahl der Anwesenden!
Nach Ende des Seminars hielt ich zuerst einen Vortrag mit einer kleinen Powerpoint-Präsentation zum Thema „Koryū Bujutsu“ und was es damit auf sich hat und erklärte die Schnittpunkte und Unterschiede zu Gendai Budō. Der Vortrag schloss natürlich auch eine vertiefte Betrachtung der Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō mit ein, schliesslich war es das, was die Zuhörerschaft später im Enbu sehen würde.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei einem anwesenden Basler Aikidōka, der perfekt zweisprachig ist und meinen Vortrag Schritt für Schritt vortrefflich ins Französische übersetzte!
Bien joué, Michel! 🙂

 

 

 

 

 

Nach unserem Enbu, welches sowohl Kumitachi wie auch Battōjutsu beinhaltete, blieb noch etwas Zeit für Fragen, was von den Anwesenden äusserst rege genutzt wurde!
Auch danach, als ich etwas abseits meine Schwerter reinigte, kamen diverse Aikidōka um noch weitere Informationen zu erhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Daraufhin folgte ein Abendessen, zu welchem wir freundlicherweise eingeladen wurden und wo selbstverständlich weiter gefachsimpelt wurde.

Alles in allem war es eine gute Erfahrung, interessierten Budōka einen Teil der japanischen Kultur näherbringen zu können, der oberflächlich betrachet grosse Gemeinsamkeiten mit dem eigenen Budō haben mag, aber trotzdem von den Anwesenden sehr rasch als doch etwas „anderes“ wahrgenommen und verstanden wurde. Und genau diese Vielfalt macht es eben aus!

Wir bedanken uns recht herzlich bei „Aikidō Switzerland“ für die Einladung und die überaus zuvorkommende Gastfreundschaft, welche wir erfahren durften.


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